Der amerikanische Kritiker und Journalist Alexander Woollcott ist der Autor der Worte „Alle angenehmen Dinge sind entweder unmoralisch, illegal oder machen dick“. Schokolade entspricht teilweise dieser Maxime – zugegeben, sie ist legal und bei weitem nicht als unmoralisch anzusehen; aber sie macht zweifellos dick und zusätzlich… süchtig!

Quelle der Gesundheit und des Glücks

Die Delikatesse auf der Basis von Kakaobohnen ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Ihr fehlt nicht an Magnesium, das für die Regulierung der Effizienz der Nervenzellen und die Freisetzung von Energie aus der Nahrung verantwortlich ist – darüber hinaus, Schokolade gilt
als ihre beste Quelle (vor allem Bitter- und Dessertschokolade). Die weiße und die Milchversion der Schokolade hingegen ist reich an Kalzium, das für die Struktur der Knochen verantwortlich ist (99 % dieses Minerals befindet sich im Knochengerüst, der restliche Anteil befindet sich in den Weichteilen). Ein weiterer Mikrobestandteil, Eisen, hat eine blutbildende Funktion und ist ebenfalls für den Sauerstofftransport im Körper verantwortlich. Zusätzlich enthält Schokolade Selen und Zink, die die Ausschüttung von Endorphinen (Glückshormone) unterstützen.
Zu den organischen Inhaltsstoffen gehören Koffein, Theobromin und Phenylalanin sowie Anandamid – diese gelten als schädlich.

Süchtig machendes Gefühl der Glückseligkeit

Die Tatsachen sind unerbittlich – Schokolade enthält auch Inhaltsstoffe, die sich negativ auf den Körper auswirken, darunter Substanzen, die auf Rezeptoren im Gehirn wirken. Diese Inhaltsstoffe sind oben aufgeführt – Phenylalanin und Anandamid. Sie beeinflussen auch die Ausschüttung von Endorphinen, aber sie tun dies mit unglaublicher Kraft. Opioidrezeptoren, die für die Produktion von Glückshormonen verantwortlich sind, reagieren
ähnlich wie Morphin (sie hemmen das Schmerzempfinden), während sie das Gefühl von Frieden, Vergnügen und Glückseligkeit und sogar euphorische Zustände hervorrufen. Da das Nervensystem recht flexibel ist und der Körper eine positive Stimulation benötigt, verursachen die oben genannten Substanzen eine starke geistige und körperliche Abhängigkeit. Die Hauptschuld für den süchtig machenden Charakter von Schokolade liegt jedoch beim Koffein. Koffein ist ein psychoaktiver Wirkstoff, dessen lange Einnahme zu Tachyphylaxie, also Toleranz führt (ähnlich wie das Glückshormon). Diese Substanz überwindet die Blut-Hirn-Barriere sehr leicht und wirkt dank ihrer strukturellen Ähnlichkeit mit Adenosin als
Antagonist von Adenosinrezeptoren, was zu einer Abhängigkeit führen kann. Obwohl Koffein auch eine positive Wirkung hat, gilt es als süchtig machende Substanz, so dass der übermäßige Konsum von Schokolade ihr sogar den Titel „Schokoladensucht“ eingebracht hat.

Schokolade – essen oder nicht essen?

Aufgrund des Reichtums an Mineralstoffen und des positiven Einflusses auf den Stoffwechsel ist Schokolade ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, aber man darf nicht vergessen, dass ihr übermäßiger Verzehr nicht nur zu Fettleibigkeit, sondern auch zu psycho-physischer Abhängigkeit führt. Wenn Sie, wie wir, eine Schwäche für solche Süßigkeiten haben, greifen Sie zu veganer Schokolade ohne Laktose und Gluten!